Was mein Homescreen über mich verrät

„Zeig mir deinen Homescreen und ich sag dir wer du bist!“ — ist es so einfach? Sicher nicht, aber ein Blick auf den Startbildschirm verrät schon einiges über die Besitzerin und nebenbei gibt es dazu noch eine ganze Reihe App-Tips von mir.

Einige Apps habe ich hier auf dem Blog schon vorgestellt, andere sind sicher schon Standard. Manche kleine Helferlein sind bestimmt nützlich, für einen eigenen Blogbeitrag aber zu klein. Daher gibt es hier einen kleinen Überblick meiner am häufigsten eingesetzten Apps.

Mein Homescreen iPhone
Mein Homescreen

Ich nutze seit Jahren ein iPhone 5; nach Austausch des Akkus inzwischen auch wieder mit großer Freude. Natürlich ist beim Erscheinen eines neuen Modells immer so ein „Will ich haben“-Reflex da, aber eine nüchterne Analyse von Kosten und Nutzen führt dann bei mir meist zur Haltung „Bassd scho noch“ (langsam färbt Franken ab). 

Mein Hintergrundbild ist immer sehr dezent. Ich mag da keine Unruhe. Austoben tue ich mich eher beim Sperrbildschirm, denn ich meist am Anfang eines neuen Monats wechsle — zusammen übrigens mit meinem Desktophintergrund. Da suche ich immer einen Monatshintergrund. Den Homescreen passe ich dann höchstens farblich an.

Immer griffbereit: die untere Reihe

Schaust Du Dir die untere Reihe mit den vier Apps an, fällt Dir gleich auf, dass ich mein Smartphone nicht in erster Linie zum Telefonieren nutze. Ich bin ein echter Wenig-Telefonierer. Meine Hauptkommunikation läuft über E-Mail. Als App nutze ich für Mails momentan Cloud Magic. Das hat mehrere Gründe: Zum einen mag ich die Apple-Mail-App nicht sonderlich und zum anderen müssen bei mir Apps gut zusammenarbeiten, vor allem mit meinen Lieblingstools: Evernote und Trello. Cloud Magic macht das vorbildlich und ist deswegen gerade die Mailapp der Wahl. Ich habe aber auch schon zahlreiche andere getestet z.B. Mailbox, Dispatch und Boxer. 

Als Browser nutze ich fast ausschließlich Google Chrome. Da ich den auch auf dem Desktop benutze bietet sich die mobile Nutzung an, da ja die Lesezeichen und Seiten synchronisiert werden.

Auch bei den Kalender-Apps habe ich einiges durch: Calendars und Informant zum Beispiel. Momentan nutze ich im Test den Sunrise Calendar. Der große Vorteil: Termine und Fristen aus Evernote, Trello und Wunderlist werden dort angezeigt. Ein paar Nachteile hat das Ding aber schon noch, aber da hoffe ich mal, dass die bald beseitigt werden.

Und rechts unten gibt es sofort klickbereit eine meiner Lieblingsapps: Drafts. Das ist eine Notizapp, die eigentlich ziemlich unspektakulär aussieht, es aber ziemlich in sich hat! Hier kannst Du Aktionen festlegen, was mit der Notiz passieren soll. So könntest Du mit nur einem Klick Deinen Text twittern, bei Facebook posten und noch dazu in Evernote ablegen oder per Mail verschicken. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Da wird es sicherlich noch einen eigenen Blogartikel zu geben. Der Vorteil: man muß nicht erst in irgendeine App und da in ein Untermenu; es geht einfach schneller.

Reihe 1: Immer erreichbar

Auch wenn ich Wenigtelefonierer bin und auch nicht viel simse, so habe ich die beiden Apps doch griffbereit, weil wir damit in der Familie kommunizieren, wenn wir unterwegs sind. 

Facebook ist für mich der wichtigste Social Media Kanal. Von daher öffne ich die App wirklich sehr häufig. Auch der Messenger ist oft in Einsatz, vor allem für Gruppenchats. Manche würden es Mastermindgruppe nennen ;-)

Reihe 2: Nicht ohne meinen Wecker

Weitere Messenger wie WhatsApp oder Threema nutze ich auch, aber auch diese nicht so intensiv. Daher sind sie in eine Gruppe zusammengefasst. Da ist dann auch gleich die Facebook Group App dabei, die ich ja sehr praktisch finde.

Ebenfalls zusammengefaßt sind ein paar Fotoapps, die ich oft nutze. Neben der Kamera sind das vor allem Snapseed, mein liebstes Fotobearbeitungsprogramm auf dem iPhone. Dazu kommt Flic, mit dem man sehr fix seine Fotos aufräumen kann. Da ich Schwarz-weiß-Fotografie sehr mag, teste ich auch gerade Black, eine App die darauf spezialisiert ist. Ich habe noch sehr viele andere Fotoapps auf dem Handy, aber die nutze ich unregelmäßig und die sind daher weiter hinten platziert.

Dann kommt etwas ganz wichtiges: die Uhr App! Sehr unspektakulär, aber ohne geht kaum. Wenn ich bei der Arbeit bin oder auch beim Nähen, dann komme ich ganz schnell in den Flow und vergesse die Zeit vollkommen. Ganz schlecht, wenn der Junior dann Schulaus hat und vor dem verschlossenen Büro steht... Daher erinnert mich diese App immer daran, rechtzeitig den Bus zu nehmen oder auch den Backofen abzuschalten ehe das Essen verbrennt oder ähnliches, was ich ganz schnell vergesse.

Die Foto-App dürfte jedem bekannt sein.

Reihe 3: Produktivität im Kleinformat

In dieser Reihe sammeln sich meine Lieblingsproduktivitäts-Apps. Das ist zum einen Wunderlist, meine bevorzugte ToDo-Liste. Hier trage ich wichtige Aufgaben ein, die regelmäßig stattfinden oder terminiert sind.

Evernote ist mein externes Gedächtnis und Sammelstation für alles. Lange Jahre habe ich übrigens den Sinn dieses Programms nicht wirklich verstanden. Erst vor ca. zwei Jahren hat es mich gepackt und nun ist es im Dauereinsatz. Was sammle ich da? In erster Linie interessante Artikel aus dem Netz. Das klappt wunderbar mit dem Webclipper. Dazu aber auch noch vieles mehr: Bedienungsanleitungen, Rezepte, Zeichnungen der Kinder, Rechnungen, Stickdateien mit Begleitdokumenten, Inspirationen aller Art,... Durch die flexible Organisation mit Notizbüchern und Schlagwörtern und der großartigen Suche findet man wirklich alles wieder. Evernote durchsucht sogar eingebundene PDF-Dokumente, Bilder und sogar eingescannte handschriftliche Notizen. Zu Evernote wird es bald einen eigenen Blogartikel geben.

Dass Trello eines meiner Lieblingsapps ist, hast Du als Leser meines Blogs sicherlich schon mitbekommen. Meine gesamte Blogorganisation inkl. Social Media Management mache ich mit Trello. Wenn Trello Dir noch unbekannt ist, so findest Du in meinem Artikel „Trello: das perfekte Organisationssystem“ einen guten Einstieg.

Inoreader ist mein Feedreader der Wahl. Früher habe ich mit Feedly gearbeitet, aber dort gab es die Evernoteintegration erst in der Pro-Version. Inoreader hat sie schon in der Basisversion und so kann ich einfach per Klick oder Tastaturkürzel am Desktop einen interessanten Artikel in Evernote ablegen. Optisch ist er vielleicht nicht ganz so schick, aber von den Funktionen läßt er kaum Wünsche offen. So können z.B. Begriffe automatisch farblich hervorgehoben werden.

Reihe 4: Mischmasch und guter Schlaf

Den Anfang macht Dropbox. Lange Zeit habe ich diese App nicht viel genutzt, aber inzwischen habe ich daheim und im Büro getrennte Rechner und da ist ein Dateiaustausch oft notwendig. Auch für den schnellen Austausch von Fotos finde ich es praktisch.

Analytics ist eine Statistikapp für den Blog, die auf Google Analytics aufsetzt. Am Anfang dieses Blogs habe ich sie oft benutzt, inzwischen ist es zum Glück unregelmäßiger geworden, denn eigentlich will ich mich nicht zu sehr auf Zahlen fokussieren.

Die nächste App ist mein Einschlafmittel: iAudiobooks ist eine Hörbuch-App. Lange Jahre hatte ich massive Einschlafprobleme. Ich lag stundenlang wach. Ich hab keine Probleme gewälzt oder so, ich konnte nur nicht einschlafen. Dieses Schlafdefizit, noch dazu mit drei Kindern, war heftig. Irgendwann habe ich dann angefangen abends Hörbücher zu hören und siehe da: in Nullkommnix war ich weg. Den Timer stelle ich auf 10 Minuten. Meistens bekomme ich die letzten Minuten schon nicht mehr mit. Ein Hörbuch kostet ca. 15 Euro und sorgt für monatelangen Schlaf — die beste Investition überhaupt!

Die Einstellungen waren lange Zeit in meiner Apple-Sammlung versteckt, aber seit iOS 9 mit dem Stromsparmodus muß ich da öfter ran. Daher ist diese App wieder etwas prominenter platziert.

Reihe 5: Sammlungen

Der Platz auf Seite 1 ist begrenzt und ich kann mich schlecht entscheiden. Daher gibt es unten vier Sammlungen mit Apps, die ich doch öfters benutze, aber halt nicht so oft.

In die Blogsammlung kommt alles, was ich für den Blog hier brauche: Das sind folgende Apps:

  • SEO Edge: ein Rankingchecker für die Suchmaschinenoptimierung
  • GetResponse: die App zu meinem Newsletterprogramm
  • Buffer: für das Social Media Management
  • IF: die App zu If this then that

Für die Arbeit mit Kunden gibt es noch Grand Total und Timesheet für die Rechnungsstellung und Zeiterfassung.

Ohne Social Media geht es kaum mehr und so sammeln sich hier die üblichen Verdächtigen: Twitter, Facebook Seitenmanager, Google +, Pinterest, Instagram, Flipboard, YouTube Studio, Meetup, Hangouts, Xing, Skype, Periscope.

In der nächsten Sammlung habe ich viele Apps gesammelt, die an Evernote andocken und die ich gerne teste. Das sind zum einen Scan-Apps wie Scannable oder Scanbot. Interessant ist auch Whitelines Links. Diese App gehört zu einer Notizbuchlinie mit einer speziellen Linierung. Seine Notizen kann man damit abfotografieren, die Darstellung wird optimiert (Linien verschwinden, Kontrast angepaßt, Zuschnitt durch Seitenmarken) und man kann auf der Seite schon ankreuzen, was mit dem Foto passieren soll: Evernote, Mail oder Dropbox. Da Evernote auch handschriftliche Notizen durchsuchen kann, nutze ich dies häufig. Dazu gibt es noch :

  • Skitch: ein Programm mit dem man Anmerkungen in Bildern machen kann.
  • TextGrabber: Text fotografieren und diese App wandelt ihn in editierbaren Text um.
  • Post-it-Plus: Post-it Wände abfotografieren und in der App neu organisieren.

In der Apple-Gruppe sind alle nativen iPhone-Apps gesammelt. Viele nutze ich nur sporadisch. Wichtig ist vor allem der App Store, da ich gerne nach neuen Apps schaue und viele ausprobiere. Und die Wetterapp ist auch hilfreich bei der Frage: Was soll ich heute anziehen?

Und sonst so?

Das sind nicht alle Apps, die ich auf meinem iPhone habe. Es folgen noch 1,5 weitere Screens. Dort habe ich die Apps vorwiegend thematisch sortiert, also zu den Themen Adobe, Fotografie, Bildbearbeitung, Bücher, Dienstprogramme, Navigation, Bildung, Küche, Unterhaltung, Shopping, etc.

Spiele gibt es auf dem Handy nur sehr wenige. Die kommen auch nur in Ausnahmesituationen zum Einsatz.

Mich würde interessieren: Hast Du eine interessante App für mich, die ich unbedingt mal ausprobieren sollte? Schreib sie mir in einen Kommentar! Dort kannst Du auch gerne Fragen zu den einzelnen Apps stellen, die ich vorgestellt habe.

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Zu diesem Artikel gibt es 3 Kommentare
  1. 12.10.2015 08:59

    Ob sich hinter der 1 beim Messenger eine Nachricht Deiner Mastermind-Gruppe verbirgt?

  1. 12.10.2015 09:01

    Da kannst Du sicher sein ;-)

  1. 12.10.2015 13:06

    Hallo Katharina,
    du bist wirklich super gut organisiert. Das spornt mich an auf meinem Smartphone ein wenig aufzuräumen. Danke für den Tipp mit dem Hörbuch, das kann ich auch sehr gut gebrauchen und das werde ich heute Abend gleich ausprobieren.

    Liebe Grüße
    Sybille

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